Mobirise

Birgit Emser
im Schwimmen durch individuelle und kollektive Sprach-, Bild- und Zeiträume sammeln sich Fragmente als Erkenntnisse aus Ästhetik, Entwicklungspsychologie, Linguistik, Antroposophie und den Neurowissenschaften. Sie bilden das Ausgangsmaterial für Objekte, Installationen, Experimente und Wahrnehmungsspiele rund um ästhetisches Forschen und Formen künstlerischer Kunstvermittlung  .. . seit 2012 als Leitungsteam mit Mareike Wieland im raumlabor der WELLbeing Stiftung- ein Ort, an dem Spielen und Arbeiten verschwimmen 

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farbenspielen..,-  eine Projektreihe zwischen bildender Kunst und Tanz  zur ästhetischen Bildung                                  im Elementarbereich, raumlabor WELLbeing Stiftung, 2017 Kassel

Eine koordinierte Reihe aus spielerisch angelegten Angeboten beginnt im April 2017 im raumlabor der WELLbeing Stiftung. Für zwei Gruppen zu je 12 Kindern des Städt. Kindergarten Sara-Nußbaum-Haus Kassel wird im Jahreslauf das Thema Farben zum verbindenden Element. In einem synästhetischen Zusammenspiel der Kunstsparten eröffnen sich aus den Perspektiven von bildender Kunst und zeitgenössischem Tanz verschiedene Sinneszugänge zum eigenen Farbempfinden. Das Ziel der Reise: das Erlebte als Seiende zu verinnerlichen, um es als Werdende zu erinnern.

Seit 2017 erleben wir beim farbenspielen.... im fröhlichen Zusammenspiel zwischen Erzieher*innen und Künstler*innen, daß das Dabeisein für die Kinder auffallend förderlich und für alle Beteiligten inspirierend war.    

Begleitet wird die Projektreihe von Beobachter*innen aus künstlerisch-, pädagogischer- und didaktischer Perspektive. Durch Austausch und Wissenstransfer in die Bildungs- und Kulturlandschaft, wollen wir Wirkzusammenhänge und Gelingensbedingungen der Projektreihe beschreiben, um damit einen Beitrag dafür leisten, daß Kulturelle Bildung unabhängig von elterlicher Initiative und als Grundversorgung bald für alle Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu gestellt werden kann.

: zur Rubrik Begleitende Beobachtungen

Gliederung der Angebote für den Elementarbereich:

:.. . von bildender Kunst aus unterwegs zum Wesen der Farben sind die Kinder immer donnerstags mit Birgit Emser und Gudrun Hafner (Kindergartenleitung), Anna Schwindt und Nicole Ürsfeld (Erzieher*innen)  im raumlabor . Hier wird ausgiebig gemischt, gewischt, gefärbt, gemalt und Früchte mit verbundenen Augen gegessen, sowie Musik, Geschichten und Gedichte gehört. Das didkatische Konzept orientiert sich an der Intention, Fünf- bis Sechsjährige lebendig- künstlerisch, forschend-experimentell sowie spielerisch-kommunikativ und humorvoll in die Welt der Farben hineinzuleiten und dabei herkunfstübergreifend Zugangswege zum eigenen Farbempfinden zu eröffnen. 

:.. . nach 6-8 Wochen treffen wir den Maler und Zeichner Henning Lutze, der die Kinder in einer Installation aus Zeichenspuren empfängt und dazu einlädt, gemeinsam eine raumgreifende Kritzel-Geschichte ohne Anfang und Ende daraus zu machen.        

:.. . im anschließenden Tanzprojekt  "Mit Farben tanzentreffen die farbenspieler*innen Bettina Helmrich  im jä!tzt, Atelier für Tanz und Bewegungskunst, wo für die Kinder erlebbar wird, wie sich die eigene Vorstellungskraft in Bewegung verwandeln lässt: Musik, Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele leiten an 6 Terminen über in ein eigenes kleines Tanzstück, das die Kinder gerne zusammen mit der Tänzerin im Kindergarten ihren Freunden und Familien zeigen.

:.. . die Reihe mündet schließlich im Besuch des multimedial angelegten Tanz-Stücks   punktpunktkommastrich von Bettina Helmrich, das sie für die Kindergartenkinder im Kulturhaus dock4 aufführt. Auf der Bühne tanzen Punkte, Linien und Kleckse, die sich in immer neue Gestalten wandeln, bis sie auf Mafalda treffen und zusammen tanzend Abenteuer erleben. Erst nach und nach gibt sich Mafalda zu erkennen, als jemand mit der die Kinder neulich so gern im Tanzatelier unterwegs waren, was verblüffende Effekte und Spannungsbögen produziert. Die Faszination im Publikum erfüllt den gesamten Theaterraum und über diese besonderen Eindrücke und alle Erfahrungen unterwegs beim farbenspielen können sich Kinder, Künstler*innen und Pädagog*innen abschließend noch einmal ausführlich im Foyer austauschen.




" Reformpädagogen, die sich mit der frühen Kindheit beschäftigt haben, 
wie z.B. Fröbel, Freinet, Montessori, Steiner und besonders Loris Malaguzzi beschrieben die
sinnliche Wahrnehmung als wichtige Voraussetzung rationaler Erkenntnis in der Entwicklung des Kindes (...)

in der aktuellen Bildungsdiskussion wird die Kreativitätsförderung allerdings immer noch zu wenig 
in ihrer Bedeutung für die Entwicklung kindlicher Lern- und Bildungsprozesse wahrgenommen...
zumeist wird Ästhetik als eine Angelegenheit der Kunst betrachtet
und mit der Produktion schöner Gegenstände verbunden. Abgeschoben in den Kunstbereich
wird ästhetische Bildung leicht zu einer schönen Zutat, auf die man tendenziell verzichten zu können meint,
je mehr das Lernpotenzial der Kinder auch auf Sprache, Mathematik oder Natur ausgerichtet werden soll..."   
                                                                                                                                                                                                                                                                     Gerd Schäfer, 2006 aus`Kindergarten heute´,
Daniela Braun: Mehr als eine schöne Zutat: kreativ-künstlerisches Gestalten mit Kindern
                                        

                                                                      WELLbeing Stiftung 
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